Ich habe gerade ….

… einen wunderschönen Blogeintrag bei Angela mit dem Titel “Schreiben neu lernen” gelesen. Weil es mir ähnlich geht, musste ich dieses Thema aufgreifen. Allerdings würde ich einen anderen Titel darüber setzen, der evtl. heißen würde “Das Leben bringt Veränderung im Schreiben”. Ich habe früher ganz zwanglos mein Blog geführt, habe über viele Dinge geschrieben, nicht nur über “Catrins Gestricktes und andere Basteleien”, ich habe die Welt an mehr als nur meinen Handarbeiten teilhaben lassen. Dann trugen sich einige Dinge in meinem Leben zu, ich verlor meine Eltern innerhalb der letzten 2,5 Jahre, ich erlebte, dass es im Internet nicht immer nett zu geht und man viel Neid und Missgunst erfahren kann, ich habe liebe Menschen unrecht behandelt und vor allem habe ich in den letzten Monaten viel nachgedacht, habe mein Leben und mein Umfeld neu sortiert, ich habe Menschen aus meinem Leben “gestrichen”, die mir nicht gut taten. Ich bin froh, dass mir einige Leute noch einmal verziehen haben, dass ich mit einem ganz wichtigen Menschen (dem wichtigsten neben meinem Schatz und meinen Kindern, eben einer wahren Freundin, denn nur Freundinnen verzeihen sich) die Kurve bekommen habe und alles wieder gut läuft, ich bin froh, dass mir klar wurde, was und wer mir wichtig ist. So ist es eben auch mit dem Schreiben von Blogeinträgen. Diese sind so öffentlich, dass ich das nicht mehr so unbefangen kann wie früher. Natürlich werde ich weiter bloggen, aber eben mehr über “Catrins Handarbeiten und andere Basteleien”. Die privaten Dinge werden hier mehr außen vor bleiben. Diese teile ich lieber bei FB mit, wenn mir danach ist, denn dort kann ich bestimmen, wer es alles lesen darf und das müssen nicht immer alle Leute meiner Freunde-Liste sein. Ich kann bei FB ganz genau wählen, wer was von mir lesen oder sehen kann oder wem der Beitrag, den ich schreibe, nicht gezeigt werden soll. Hier kann ich nicht wählen. Jeder, der mein Blog liest oder über Go*g*e findet, kann alles lesen, was ich hier schreibe, jeden Eintrag ohne Ausnahme und ich glaube, das gefällt mir nicht ganz so gut? Ganz besonders merkt man das an den Besucherzählern, dass eigentlich nur die privaten Dinge interessant für Leser sind. Schreibe ich private Dinge, dann schnippst der Besucherzähler an dem Tag so in die Höhe, sind es aber die Handarbeiten oder belanglose Sachen, so ändert sich an der Zahl nicht viel. Und das finde ich schade und macht mich auch nachdenklich. Das Kommentieren in einem Blog hat generell sehr nachgelassen (aber da bin ich auch ziemlich nachlässig geworden, wogegen ich bei FB doch mehr kommentiere oder like) und so ist mir ein wenig der Sinn am Bloggen verloren gegangen. Und aufmerksame Leser haben das ja schon mitbekommen, dass ich längst nicht mehr so viel schreibe wie vor ein paar Jahren. Trotzdem bleibe ich euch erhalten, führe mein Blog eben nur ruhiger weiter und ich danke all denen, die dennoch treue Leser bleiben. Viele von euch lese ich ja schon bei FB und wenn noch jemand bei FB ist, der mich dort noch nicht liest, dann führt euch ein Klick auch mein FB-Profil.

Das waren meine Gedanken zum Bloggen, ansonsten ist hier alles gut, wenn ich auch immer noch viel an meinen Papa denke und ihn ganz oft schrecklich vermisse, aber liebe Menschen sind immer für mich da und ich danke euch dafür.

♥ Liebe Grüße von Catrin ♥

6 Kommentare

  1. Hallo liebe Catrin,
    dein Blog-Eintrag spricht mir aus der Seele.
    Auf meinem Blog veröffentliche ich auch nicht mehr so Vieles. Hauptsächlich möchte ich auf "MCS" aufmerksam machen, weil diese Krankheit noch sehr unbekannt ist.
    Privates ist privat und sollte es auch bleiben. Da ist FB wirklich eine positive Ausnahme, da man seine Leser aussuchen kann.
    Ganz liebe Grüße,
    Renate

  2. Also ganz ehrlich, die ganz privaten Dinge haben meiner Meinung nach im Netz nichts zu suchen. Ich für mich gebe nur das preis, was eh jeder schon über mich weiß oder wissen kann.
    Ich schau mir auch lieber die Sachen an, die jeder so auf seinem Blog so zeigt, für Anregungen eventueller zukünftiger Projekte.
    Liebe Grüße, Conni

  3. Hallo Catrin, ich bin noch nicht so lange bei deinem Blog! Das was du heute geschrieben hast, hat mich bewegt! Den ich habe auf meinem Blog noch nicht sollche Erfahrungen gemacht! Im Gegen Teil auf FB! Ich habe meine Eltern auch schon lange verloren, und ich kann Dir sagen: Sie sind immer bei uns! Sie haben auch lange dein Leben begleitet und sie tun es immer noch!

    LG Thuja

  4. Hallo liebe Catrin,
    schön, dass ich heute wieder etwas von Dir höre. Man soll nur das tun, was einem gut tut. Wie Du siehst ist es auch bei mir ruhiger geworden und viel privates gibt es bei mir auch nicht. Auch wenn ich immer noch nicht bei FB bin, denke ich doch, dass wir ab und zu voneinander hören.
    Viele liebe Grüße vom See
    Brigitt

  5. Liebe Catrin
    mir geht es sehr ähnlich wie dir und du hast alles geschrieben, was es dazu zu schreiben gibt ♥♥
    ich glaube, du wirst deine Eltern genauso lange vermissen, wie ich meinen Vater, jetzt schon 24 Jahre. Und das ist gut so, vermissen kann man nur, was man liebt

    ich drück dich
    Lisabeth

  6. Liebe Catrin,
    erstmal muss ich sagen dass ich deinen Blog bisher leider noch nicht entdeckt habe.
    Was du heute so geschrieben hast kann ich sehr gut nachempfinden – ich habe zwar meine Eltern nicht verloren in dem Sinn wie du aber auch bei mir hat sich in den letzten Wochen/Monaten soviel getan dass ich sehr ins grübeln kam. Manchmal kommt einfach die Zeit da muss man sich von Menschen trennen von denen man bisher dachte dass sie irre wichtig sind. Ich habe in dieser Zeit gelernt wer wirklich wichtig für mich und mein Leben ist und auch wenn ich manchmal voller Wehmut an die alten Zeiten denke so merke ich doch dass dieses "ausmisten" mein Leben wesentlich leichter gemacht hat. Leb dein Leben so wie es für dich und die Menschen die dir wirklich wichtig sind richtig ist und wer damit nicht klarkommt der soll es einfach lassen!
    Ich drücke dir ganz doll die Daumen dass bald wieder Tage kommen an denen du ohne Schmerzen an deine Lieben denken kannst und einfach nur noch die Wärme spürst die sie in deinem Herzen hinterlassen haben, denn denke immer daran: Wirklich weg sind Menschen die uns wichtig waren erst wenn wir sie vergessen

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