Samstagsplausch {47.18}

Guten Morgen, liebe Leser, wieder ist eine Woche im Jahr 2018 vergangen, wir können die Zeit bis zum Jahresende schon zählen und erreichen sie mit riesigen Schritten. Kommende Woche ist bereits der erste Advent, man glaubt es kaum. Gerade saß ich doch noch ganz entspannt auf der Terrasse im Garten und habe gestrickt und nun dekoriere ich in den nächsten Tagen die Wohnung weihnachtlich? Die Zeit vergeht immer schneller, finde ich. Doch heute ist erst einmal Samstag und ich nehme Platz in Andreas gemütlicher Plauscher-Runde. Die Wochen huschen so schnell vorbei, dass ich derzeit nur noch den Samstagsplausch hier im Blog schaffe 🙁

Wie verlief meine Woche? Sie huschte wieder einmal nur so an mir vorbei, obwohl ich eigentlich eine ruhigere Woche hatte.
Der Montag galt, wie immer, der Büroarbeit. Das Jahr neigt sich dem Ende und man möchte noch einiges schaffen, was  mir aber momentan sehr gut gelingt. Ich denke, ich werde dann zufrieden in meinen Weihnachtsurlaub gehen können. Mit dem weltbesten Lieblingsmann fuhr ich nach seinem Feierabend noch in die Geschäftsstelle, um die Post und ein paar Ordner zu holen. Im Anschluss daran holten wir die Enkelmaus ab, die es am vergangenen Wochenende mit Fieber außer Gefecht gesetzt hatte. Inzwischen ging es ihr zwar schon wieder besser, doch die Ärztin hatte noch 2 Tage Ruhe verordnet. So übernahm ich am Dienstag die Betreuung, am Mittwoch der Schwiegersohn, da in Sachsen Feiertag war und er dort beruflich ansässig ist. Nun kennt ihr auch schon meine Beschäftigung am Dienstag, die Enkelmaus und ich verbrachten ein paar gemütliche Stunden.
Am Mittwoch wollte ich wieder einmal zum Stricken gehen, was ich auch in die Tat umsetzte. Es ist im Moment eher schwierig für mich, wöchentlich zum Stricken zu gehen, da ich eigentlich die Enkelmaus mittwochs von der Schule abhole. Dennoch dachte ich, dass ich mich diese Woche ruhig wieder einmal zur Strickrunde gesellen könnte, zumal der Schwiegersohn ja frei hatte. Eigentlich bin ich auch schon länger hin und her gerissen, ob ich denn überhaupt noch Spaß am Strickstammtisch habe. Es gibt dort ein paar, wirklich sehr wenige Leute, die ich sehr gern treffe, den größten Teil kenne ich kaum oder komme nicht mit ihnen ins Gespräch/werde nicht mit ihnen warm. Ich finde das sehr schade, muss ich sagen und habe in den letzten Monaten (ich bin ja seit Beginn des Sommers wieder regelmäßiger zum Stricken gegangen) festgestellt, dass man sich irgendwie nicht ganz in die Runde integriert fühlt, wenn man so unregelmäßig kommt. Ich hörte nun zwar von anderer Seite auch, dass es egal sei, ob man immer kommt oder nur ab und zu und man dennoch nicht wirklich dazu gehört, aber das kann ich ja nicht beurteilen, ich gehe ja nur unregelmäßig. Ich habe aber immer wieder festgestellt, dass es sich beim „Halleschen Strickstammtisch“ um eine Runde handarbeitender Frauen an einem langen Tisch handelt, die jedoch in vielen kleinen Grüppchen schwatzt. Irgendwie ist es kein wirkliches Miteinander mehr, wie ich persönlich es aus den Anfangszeiten kenne. Ich gehörte damals zu den „Frauen der ersten Runde“, wir haben den Strickstammtisch vor vielen Jahren (ich weiß gar nicht mehr, wann es genau war, aber 8-10 Jahre liegt es zurück) gegründet/ins Leben gerufen, begannen mit einer kleinen Runde von 4-6 Strickerinnen, freuten uns über jeden, der zu uns stieß, saßen im Kreis, der immer größer wurde und schwatzten alle miteinander, wild durcheinander und jeder war an jedem interessiert. Dieses Feeling ist im Laufe der Jahre leider verloren gegangen. Ich selbst habe am Mittwoch und auch schon die letzten Male für mich festgestellt, dass ich mich in der Runde, wie sie jetzt dort sitzt, nicht mehr so wohl fühle, dass ich inzwischen nur noch wegen 3-5 Leuten dort bin, wovon aber auch nicht immer alle kommen können. Dazu kommt noch eine Regelung der Frauen des Strickstammtisches, nach der man den Platz neben sich für niemanden freihalten darf, damit jeder mit jedem einmal ins Gespräch kommt. Im Grunde genommen ist das eine sehr gute Idee, blöd nur für die Leute, die immer einzeln kommen und gut für die, die stets im Doppelpack mit der guten Freundin erscheinen, die dann ja unweigerlich zwei Stühle nebeneinander besetzten können. Das wiederum bringt natürlich die Grüppchenbildung und bei manchem frage ich mich, warum diese beiden überhaupt in die große Runde kommen und nicht bei sich auf der Couch gemeinsam stricken? Ich persönlich gehe inzwischen mit der Hoffnung zum Stricken, dass jemand nach mir kommt und sich neben mich setzt, der auch mit mir schwatzt bzw. mit dem ich schwatzen kann. Evtl. bin ich auch seltsam, das kann sein, aber ich kann nun einmal nicht mit jedem fröhlich plaudern, es muss auch eine gewisse Vertrautheit/Sympathie zu meinen Gesprächspartner vorhanden sein, sonst kann ich nur „über das Wetter plaudern“. Langer Rede, kurzer Sinn: ich habe am vergangenen Mittwoch beschlossen, den „Halleschen Strickstammtisch“ nur noch sehr sporadisch zu besuchen, mich im Vorfeld abzusichern, dass dann die paar Leute da sind, die auch  mit mir schwatzen und ich werde es dann so organisieren, dass ich mit denen das Café betrete und mit ihnen zusammensitzen kann. In der letzten Zeit war ich immer nur für 2 Stunden beim Strickstammtisch, weil ich dann die Enkelmaus aus der Schule holen musste wollte, doch ich bin ganz ehrlich, diese 2 Stunden haben mir wirklich auch genügt. Wenn ich jemanden zum Schwatzen bei mir hatte, war es schön, aber am meisten freute ich mich auf das leckere Essen im „Café & mehr“ (das ist Werbung ohne Auftrag, weil ich vom Café begeistert und gern dort bin). Nun sage ich mir, dass ich auch ohne Strickstammtisch dort essen gehen kann, wenn ich mich in der Runde nie wirklich dazugehörig fühle. Einige „Frauen der ersten Runde“, die ich gern auch wieder einmal getroffen hätte, habe ich leider den ganzen Sommer über nicht ein einziges Mal gesehen und ich frage mich allmählich, ob es nur am Job liegt oder ob sie ähnlich empfinden wie ich? Aber das werde ich wohl nie erfahren. 😉 Das waren meine Gedanken zum „Halleschen Strickstammtisch“, das ist mein Blog und ich kann meine Gedanken auch hier veröffentlichen. Wer es nicht lesen mag, darf diese Zeilen gern überfliegen, Feedbacks sind selbstverständlich erwünscht. Für eins bin ich inzwischen den Frauen dankbar, nämlich dafür, dass ich das Blog für den Strickstammtisch nicht führen durfte. Dies hätte mich jetzt bloß verpflichtet und die Freude wäre noch mehr verloren gegangen.
Donnerstag scheint bei mir derzeit ein Backtag zu sein. Beim Stricken am Mittwoch erzählte mir eine wirklich liebe Strickerin etwas von „Luisenkeksen“. Zu Hause angekommen befragte ich das große WWW danach und wurde schnell fündig. So entstanden Luisenkekse nach diesem Rezept (das Wasser habe ich auf Empfehlung durch Rum ersetzt):

Außerdem hatte ich in einer meine Backboxen die Zutaten und das Rezept für Porridge-Riegel, die ich unbedingt zubereiten wollte, endlich habe ich es geschafft und die sind sooooo lecker:

Nebenbei wurde noch ein Brot fertig, das Rezept wieder aus meinem Brotbackbuch, bei dem ich mich gerade noch durch alle Rezepte teste:

Am Freitag habe ich noch unser, immer wieder bewährtes Holzofenbrot gebacken, wovon es aber kein Foto gibt. Falls ihr euch jetzt fragen solltet, was wir mit so viel Brot machen? Die Frage beantworte ich euch gern. Unsere jüngste Tochter hat mir einen Deal vorgeschlagen: gern würde sie, wenn wir uns sehen (sie kommt mindestens 1 Mal pro Woche zu uns), immer ein wenig von meinem selbstgebackenem Brot mitnehmen und mir dafür monatlich eine Brotpauschale bezahlen 😀 Ihr Argument war, dass sie lieber mein leckeres Brot nehmen würde, als zum Bäcker zu gehen und dort eins zu kaufen. Na, das ist doch ein Kompliment, bei dem man nicht widerstehen kann oder? Da backe ich doch gern noch ein Brot mehr wöchentlich, zumindest in den Herbst-/Wintermonaten, wenn wir zu Hause wohnen. Der krönende Abschluss am Freitag war ein Besuch im Media-Markt mit dem weltbesten Lieblingsmann. In den nächsten Tagen darf die Waschmaschine bei uns einziehen, mit der ich schon eine Weile liebäugele und Dank des „black friday’s“ und dem verrücktesten weltbesten Lieblingsmann nenne ich seit gestern einen Dyson V7 mein 😉 Aber das Angebot war auch unschlagbar, das musst man mitnehmen.

So verging meine Woche wieder flott. Außerdem habe ich endlich meinen inneren Schweinehund besiegt und mache seit Montag wieder Sport, jeden Morgen ist das meine erste Beschäftigung. Es geht mir gut damit und ich fühle mich wohl. Ein paar Kilo sollen dadurch auch wieder verschwinden, der Anfang ist gemacht.
Heute wollen wir mit der Enkelmaus ins Kino, worauf wir uns alle drei sehr freuen. Wir schauen uns „Elliot, das kleinste Rentier der Welt“ an.
Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende und hoffe, ihr habt nur gute Dinge auf dem Plan?

♥ Liebe Grüße von Catrin ♥

 

12 Kommentare

  1. Ich brauche jetzt eigentlich gar nichts mehr zu schreiben, weil die anderen vor mir schon alles gesagt haben, aber ich wollte das ja unbedingt kommentieren.
    Ich finde deinen Gedanken, die Konsequenzen zu ziehen, sinnvoll. Warum soll man sich zu einer Runde gesellen, von der man sich gemobbt fühlt? Schau mal, wer von den Stammtischstrickerinnen der ersten Stunde überhaupt noch hingeht. EINE. Und selbst die Initiatorin von damals ward schon länger nicht mehr dort gesehen.
    Den Vorschlag von Andrea…{war’s Andrea? – ja, war sie} eine eigene Gruppe zu gründen, finde ich sehr gut. Insbesondere auch die Art, wie es gehandhabt werden könnte, nämlich, dass man sich nicht jede Woche trifft {weil das Berufstätige gar nicht dauerhaft umsetzen können}, sondern nur monatlich und dass man den nächsten Termin immer vor Ort ausmacht, wo jede ihren Kalender zücken kann und sagen, wann es passt und wann besser nicht.
    Solltest du solch eine Gruppe gründen, möchte ich mich hiermit um Aufnahme bewerben. 😉
    Beste Grüße
    die Mira

    1. Liebe Mira, welche wahren Worte und du weißt ja auch, wovon du schreibst. Mir gefällt Andreas Idee auch super, wir behalten das im Auge. Ich höre mich mal um, wer da noch Lust hätte, dann machen wir uns in einer festen Runde etwas aus und treffen uns. Auch die Idee, sich nicht wöchentlich zu treffen, gefällt mir super. Das wird sonst alles nur schnell normal und zur Pflicht. Also wir bleiben dran und du bist schon aufgenommen. 😉
      Liebe Grüße von Catrin.

  2. Tja, das ist wohl auch der Grund, warum wir die Schlemmerstrickerinnen gegründet haben. Wir sind 4 Frauen, die sich genügen. Vielleicht solltest du einfach eine kleine Gruppe gründen die sich ein mal im Monat trifft. Der Termin wird beim letzten Treffen bestimmt und alle können sich danach einrichten. Das klappt bei uns sehr gut.
    Ich muss/ möchte unbedingt auch noch backen…
    Lieben Gruß
    Andrea

    1. Liebe Andrea, das ist so eine geniale Vorgehensweise, die ihr das habt mit euren Schlemmerstrickerinnen, dass es schon 2 Leute gibt, die das hier auch ins Auge fassen. Danke für den tollen Tipp und deinen Kommentar.
      Liebe Grüße von Catrin.

  3. Hallo Catrin,
    ja, so kenne ich es auch, wenn man nicht regelmäßig in eine Gruppe kommen kann. Der Wohlfühlfaktor fehlt und man muss sich fast überwinden, hinzugehen.
    Leckere Sachen hast du gebacken! Und dass deine Tochter lieber das selbstgebackene Brot von dir isst, kann ich gut verstehen!
    Wünsche dir noch eine gute Woche und grüße herzlich
    Ingrid

    1. Hallo Ingrid,
      zunächst freue ich mich, dass du mein Blog liest und danke dir für deinen Kommentar, mit dem du wirklich Recht hast.
      Ich wünsche dir eine gute Woche und schicke liebe Grüße, Catrin.

  4. Moin , liebe Catrin ,
    schade das es so gekommen ist mit deiner Stricktruppe .
    Mir geht es in solchen Gruppen sehr ähnlich . Ich bin die ,
    die wegen des Jobs immer nur sporadisch kann und sehr
    kontaktfreudig bin ich auch nicht gleich , also fühle ich
    mich immer wie neu . Und dann können diese Gruppen
    halt auch sehr groß werden , das ist auch nicht meins .
    So bin ich bei einer Ikeagruppe nie dazu gestoßen , gehe
    bei meinem Strickladen garnicht erst hin . Und ja , würde
    gerne wie bei den Strickschlemmerinnen in einer kleinen
    Gruppe sein . Könnte man selbst initiieren , aber da hab
    ich keine Zeit . Strick ich halt für mich .
    Mit dem Backen finde ich toll . Ist doch gut , wenn die Tochter
    dein Brot verehrt sozusagen . Dann lohnt es auch .
    Zur Umsetzung brauch ich ja immer ewig . Aufraffen , ich
    kann mich nur schwer aufraffen .
    Bleibt gesund .
    Liebe Grüße JANI

    1. Liebe Jani, es ist tatsächlich schade, dass eine größere Runde das vertraute Feeling kaputt macht, sollte eigentlich so nicht sein. Andere Leute fühlen sich wohl, doch die sind auch immer und regelmäßig dabei. Ich empfinde es nun anders und werde wohl meine Konsequenzen ziehen. Es gibt schöneres und wichtigeres im Leben, worüber man sich den Kopf zerbrechen sollte. Danke für deine lieben Worte.
      Liebe Grüße von Catrin.

  5. Hallo liebe Catrin, ja das ist sehr schade mit Deiner Strickgruppe. Wenn man sich da nicht mehr wohl fühlt macht das keinen Sinn. Meine Freundin hat auch eine Strickgruppe ins Leben gerufen seit diesem Jahr da sind wir bisher insgesamt fünf Frauen und das ist bisher richtig gut. Ist für mich zwar immer ein etwas weiter Weg, aber den nehme ich gerne in Kauf.
    Ja bei uns ist es eine Bauknecht geworden. War bei uns leider nicht so geplant.
    Du bist ja sehr fleißig. Wahnsinn.
    Hab einen guten Start in die neue Woche. Lieben Gruß Sylvia

    1. Liebe Sylvia, danke für deine lieben Worte. Ich denke, je größer eine Runde wird, um so anonymer ist es. Bewahrt euch eure kleine Gruppe und genießt die Stunden miteinander.
      Ich hatte bisher eine Bauknecht, war auch sehr zufrieden. An der neuen hat mich die Klappe zum späteren Nachlegen vergessener Wäschestücke und die QuickDrive-Funktion gereizt. Ich hoffe, dass alles so ist, wie es versprochen wurde? Komm auch gut in und durch die neue Woche, lG, Catrin.

  6. Weißt du, wenn so eine Strickrunde zu groß wird, dann ist das einfach blöd. Ich hatte das mal mit einer Strickrunde bei IKEA. Zuerst war es richtig schön. Aber dann würde es immer größer. Am Schluss bis zu 40 Frauen. Das ist einfach zuviel. Ich bin dann da nicht mehr hingegangen. So freue ich mich jetzt umso mehr über meine Schlemmertstricktruppe. Da sind wir nur zu viert und bleiben das auch. Wir nehmen keine weitere Strickerin auf. Und ich weiß, dass es durchaus welche gibt, die gerne zu unsere Gruppe dazu gehören möchten!

    Gruß Marion

    1. Ich denke, da hast du wirklich Recht, liebe Marion, je mehr Leute es werden, um so mehr zerbricht die Vertrautheit und der Zusammenhalt. Ich werde mich zukünftig auch nur noch mit einzelnen wenigen Leuten der großen Runde treffen, das macht mehr Sinn. Danke für deine lieben Worte und eine gute neue Woche.
      LG, Catrin.

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