Tage des Grübelns

Nachdem ich meinen Beitrag mit dem Thema „Blog-Aus oder Flaute“ gepostet hatte, kam ich immer mehr ins Grübeln, meine Gedanken kreisten um das Bloggen, das virtuelle Leben, die sozialen Netzwerke und mein persönliches Verhalten bezüglich dieser Bereiche. Vor allem aber stellte ich mir immer wieder die eine entscheidende Frage: möchte ich das alles noch? Ich dachte hin, ich dachte her und stellte das Für und Wider gegenüber in meinem Kopf. Kurz und gut: ich habe mich entschieden und werde mich aus der virtuellen Welt fast komplett zurück ziehen. Ich gehe zurück ins Leben 1.0, zurück zu all den realen Dingen, zurück zu echten Begegnungen mit lieben Menschen und allem was dazu gehört.
Es war eine schöne Zeit in der Bloggerwelt, wenn sich diese auch sehr verändert hat. Ich hatte viel Freude in den sozialen Netzwerken und habe in den Jahren einige wirklich nette Menschen kennenlernen dürfen. Viele Kontakte waren von kurzer Dauer, ganz wenige (eigentlich nur ein einziger) hat sich über viele Jahre gehalten und zu einer wunderbaren Freundschaft entwickelt. Auch habe ich einige Enttäuschungen erleben müssen, weil die virtuelle Welt immer mehr zu einer Plattform für Konkurrenzkämpfe wurde, immer öfter begegneten sich die Menschen mit Arroganz und Missgunst, das Miteinander aus der Anfangszeit der virtuellen Welt ist immer mehr verloren gegangen. Ich finde das sehr bedauerlich und kann damit einfach nicht mehr umgehen.
Ein weiterer Aspekt für meine Entscheidung ist die „Sucht“. In letzter Zeit merkte ich immer wieder, wie abhängig man ich auch von diesen ganzen Medien geworden ist. Ständig schaute ich auf mein Handy, ständig dachte ich, ich könnte etwas verpassen. Das muss sich einfach wieder ändern!
Ich werde weiter bei FB bleiben, weil ich dort Mitglied in 2 Gruppen bin, die mir am Herzen liegen. Aber ich werde inaktiv sein. Instagram habe ich vom Handy gelöscht, ich werde dort wohl dann über kurz oder lang auch meinen Account löschen. Früher ging es doch auch ohne das alles. Deshalb möchte ich zurück in das wahre Leben, eben zurück in die reale Welt.
Und was das Bloggen angeht: ich mag es einfach nicht mehr. Ich habe festgestellt, dass ich immer den Gedanken im Kopf habe, dass mein Blog öffentlich ist, jeder meine Beiträge lesen kann und ich keinen Einfluss darauf habe. Und ich kann dir versichern, dass es da draußen in der großen Welt einige Leute gibt, denen ich gar nichts von mir erzählen oder berichten möchte. Das ist der Grund, weshalb mir das Schreiben so schwer fällt in letzter Zeit. Der Spaß und die Freude sind verloren gegangen. Man soll gehen, wenn die Zeit gekommen ist und meine Zeit ist nun gekommen. Dieses Mal werde ich auch nicht zurückkehren.
Es gibt nicht viele Leute, die mein Blog lesen, vermute ich. Aber für die wenigen lasse ich diesen Beitrag eine Weile online, bevor dann mein Blog komplett aus dem Netz geht.

Ich danke dir für die Zeit, die du mir geschenkt hast und wünsche dir persönlich alles erdenklich Gute im wahren Leben eben so wie in der virtuellen Welt. Menschen, denen ich wichtig geworden bin, haben inzwischen auch meine Handynummer und könnten so persönlichen Kontakt zu mir halten oder du schickst mir eine E-Mail (die E-Mailadresse werde ich auf jeden Fall vorerst behalten), die Möglichkeit besteht ja auch. Dann kann man schauen, was sich daraus entwickelt. Ich bin für alles offen, aber eben ohne Blog und nicht bei FB oder Instagram & Co.
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