Samstagsplausch {Woche 38/2022}

Die Nächte und Tage werden drastisch kälter und was nun? Wie gehst du mit dem Thema “Heizen” bei den neuen Preisen um, zumindest sofern du mit Gas heizt?
Bei uns ist es so, dass in unsere Mietwohnung eine Etagenheizung eingebaut ist, die mit Gas betrieben wird. Jedoch macht es die wohnungsinterne Therme möglich, dass wir selbst bestimmen können, ob und wann wir die Heizung in Betrieb nehmen und natürlich bezahlen wir unseren Verbrauch auch direkt an unseren Strom- und Gasanbieter. Nach all den Briefen mit immer wieder neuen Preisen und Abschlagsbeträgen stand für uns fest: so schnell schalten wir die Heizung nicht ein! Stattdessen wollten wir uns wärmer anziehen. Eine Bekannte aus dem Garten meinte im Sommer scherzhaft, dass sie sich einen kleineren Kleiderschrank zulegen muss, denn die Hälfte der Klamotten wird sie dann ja tragen und benötigt dafür keinen Schrank mehr. 😀 Na klar kann man scherzen und Späße machen, doch nun ist es Realität, denn die Wohnungen kühlen aus. Wir haben tatsächlich ein paar Tage durchgehalten ohne Heizung, hatten abends Kerzen an und ja, die bringen wirklich auch Wärme. Aber – ich bin ganz ehrlich – am Dienstag war es uns dann doch nicht mehr gemütlich genug. Bei weniger als 20°C hielten wir es dann nicht mehr aus, zumindest nicht abends auf der Couch, und so nahmen wir die Heizung in Betrieb. Allerdings haben wir diese nur am Abend an, wenn wir im Wohnzimmer sind, morgens zum Aufstehen ist sie kurz an und sonst lassen wir sie tagsüber noch aus. Außerdem haben wir die Raumtemperatur gegenüber vergangenen Jahren nicht ganz so hoch eingestellt. Nun gewöhnen wir uns eben an die neuen Raumtemperaturen und hoffen auf einen milden Winter. Ist das nicht schlimm? Dabei haben wir noch nie übermäßig geheizt und trotzdem schränkt man sich nun noch mehr ein. Und überhaupt ist es im Moment nicht gut, über all die Dinge, die von außen auf uns einprasseln, die wir nicht beeinflussen können, nachzudenken. Ich habe damit große Probleme, muss ich sagen. Solche Zukunfts-Sorgen und traurige Gedanken um die Zukunft hatte ich noch nie. Noch nie habe ich z. B. überlegt, ob es wirklich gut war, Kinder in diese Welt zu setzen, noch nie hatte ich beim Schauen der Nachrichten – obwohl ich das grundsätzlich kaum mache – den Gedanken: ‘nur gut, dass ich die Hälfte meines Lebens schon längst hinter mir habe’. Ich wollte immer 100 Jahre alt werden und dabei gesund bleiben, doch im Moment möchte ich das nicht! Es ist einfach eine belastende Situation für alle oder zumindest wieder für die “kleinen Leute”, die ihrer Arbeit nachgehen und sich nicht einmal mehr das Notwendigste leisten können oder bei allem doppelt überlegen müssen, ob sie es kaufen/machen können. Das macht doch alles keinen Spaß mehr oder?

Was sonst alles während meine Woche los war, kannst du bei Lust und Interesse nachlesen. Ich verlinke dir die Beiträge wieder unten. Wir sind heute noch einmal im Garten und machen alles winterfest. Wie jedes Jahr ist in meinem Kopf die Gartensaison abgeschlossen. 😀
Dir und deinen Lieben wünsche ich ein wundervolles Wochenende mit gemütlichen Stunden im – hoffentlich – warmen Wohnzimmer, bei Kerzenschein und Tee oder was auch immer, Hauptsache es tut der Seele gut und kann trübe Gedanken ausblenden.

♥ Liebe Grüße von Catrin ♥

Meine Beiträge der Woche:

Möchtest du auch über deine Woche oder andere Dinge berichten, uns an Gedanken teilhaben lassen und mit uns plauschen? Dann schau doch hier vorbei: Samstagsplausch bei Andrea

9 Kommentare

  1. Ja, es ist wirklich alles sehr belastend. Zumal wir alle ja auch schon 2 auf andere Art sehr belastende Jahre hinter uns haben. Anfang diesen Jahres waren alle noch voller Zuversicht, dass es nun wieder bergauf geht und dann kommt der psychopatische Kerl um die Ecke und beschert uns die nächste, noch heftiger Krise. Aber ich bin überzeugt, dass wir auch diese Krise überstehen werden und sie positive Veränderungen nach sich ziehen wird, und wenn es “nur” bedeutet, dass es in endlich mal in allen Köpfen ankommt, dass der bisherige Umgang mit Energie und Konsum auf Dauer nicht so bleiben darf !
    Kopf hoch, wir schaffen das – für unsere Kinder und Enkelkinder! Aufgeben und verzweifeln ist gerade jetzt keine Option!
    Liebe Grüße Nicole

    1. Genauso ist es! Da dachten wir, wir hätten eine Krise überstanden und dann kam die Katastrophe, die nun richtig an die Substanz geht. Da kann man schon ins Verzweifeln kommen und ich hoffe, du hast recht und es bringt am Ende positive Veränderungen. Das würde ich mir sehr wünschen und, dass die schnell kommen. Aber ich bin da nicht so optimistisch. Seit 2 Jahren wird es nicht mehr besser, es kommt immer etwas neues und weniger gutes als das Vorherige war. 🙁 Trotzdem geben wir nicht auf, da bin ich ganz bei dir.
      Liebe Grüße Catrin.

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